Wertschriftenbuchhaltung - Kontoplan
Dieses Dokument befasst sich mit dem Kontoplan einer Wertschriftenbuchhaltung. Zuerst wollen wir zwei Begriffe klarstellen. Wir bezeichnen als Wertschriften nicht nur klassische Titel wie Obligationen, Aktien, Optionen oder Futures, sondern auch Kontokorrente, Festgelder, Devisentermingeschäfte, etc. Wir kümmern uns hier aber nur um die Konti, die für Wertschriftenransaktionen verwendet werden, und nicht um Konti, die nur mit Soll/Haben Buchungen ohne Wertschriftentransaktion gebucht werden.

Es ist wichtig, die Konti der Wertschriftenbuchhaltung an einer Eigenschaft der Wertpapiere zu verknüpfen, die wir hier Anlagekategorie nennen, anstatt die Konti direkt an dem Wertpapier zu verknüpfen. Wir werden später sehen, wie diese Anlagekategorien definiert werden sollten. Es gibt mehrere Gründe für die Verknüpfung der Konti an der Anlagekategorie statt am Wertpapier:
  • Es ist dann nicht notwendig, Kontozuordnungen zu definieren, jedes Mal ein neues Wertpapier eröffnet wird. Dies vermindert den Aufwand der Buchhaltung und eliminiert eine grosse Fehlerquelle.
  • Die Möglichkeit einer voll automatischen Wertschriftenbuchhaltung ist damit gewährleistet.
  • Es ist damit viel einfacher, eine lesbare Struktur für die Bilanz und die Erfolgsrechnung zu definieren, da es nicht ständig neue Konti gibt.
Schauen wir jetzt, wie wir diese Anlagekategorien strukturiert werden können. Wir sollten dabei daran denken, dass sie detaillierter sein können, als der reine Kontoplan es erfordert. Ein Parameter der Anlagekategorie ist sicher der Wertpapiertyp. Wir sollten z.B. die Aktien und die Obligationen auf separate Konti buchen. Eine einfache Wertschriftenbuchhaltung könnte nur diese Wertpapiertypen differenzieren:
  • Kontokorrente
  • Festgelder
  • Obligationen
  • Aktien
Für Anlagen in anderen Wertpapiertypen muss dann entschieden werden, ob diese in einer verwandten Anlagekategorie oder in einer getrennten Anlagekategorie gebucht werden müssen. Anlagen in Treuhandanlagen oder Callgeldern zum Beispiel können in der Anlagekategorie der Festgelder oder in separaten Anlagekategorien gebucht werden. Ähnlicherweise können Fonds von Obligationen in der Anlagekategorie der Obligationen oder in separaten Anlagekategorien gebucht werden. Die folgenden Listen stellen verwandten Wertpapiertypen dar, die eventuell in gemeinsamen Anlagekategorien gebucht werden könnten:
  • Kurzfristige Anlagen
    • Festgelder
    • Treuhandanlagen
    • Callgelder
    • Geldmarktfonds

  • Obligationen und ähnliche
    • Obligationen
    • Floating Rate Notes (FRN)
    • Wandelobligationen
    • Obligationen Fonds

  • Aktien und ähnliche
    • Aktien
    • Aktienfonds
    • Wandelobligationen
    • Calls und Puts
Bemerken Sie, dass Wandelanleihen, wenn sie nicht eigene Anlagekategorien bilden, können entweder mit Obligationen oder mit Aktien gebucht werden, abhängig davon, ob sie eher als Obligationen oder als Aktien angeschaut werden. Andere Wertpapiertypen sollen für separate Anlagekategorien in Betracht bezogen werden, zum Beispiel:
  • Zins Futures
  • Index Futures
  • Devisentermingeschäfte
  • Hedge Funds
  • Private Equity
  • Strukturierte Produkte
  • Gemischte Fonds
Unser Ziel ist hier nicht, eine vollständige Liste der Wertpapiertypen, sondern eine Methode für die Strukturierung in Anlagekategorien für die Wertschriftenbuchhaltung darzustellen. Andere Wertpapiertypen müssen analog analysiert werden. Dabei dürfen auch gewisse "Spezialitäten" nicht ignoriert werden, wie z.B. die eigenen Aktien einer Firma, ihre Beteiligungen oder die Anlagen einer Pensionskasse beim Arbeitgeber.

Die Unterteilung nach Wertpapiertyp für die Bestimmung der Anlagekategorien genügt meistens nicht. Eine Position "Aktien" oder "Obligationen" in der Wertschriftenbuchhaltung, ohne detailliertere Angaben, ist oft zu grob. Wir werden jetzt sehen, wie diese Anlagekategorien für eine professionelle Wertschriftenbuchhaltung aufgeteilt werden sollten.

Das Hauptkriterium für die Aufteilung der Nominalwerte (Obligationen, Festgelder, Treuhandanlagen, Kontokorrente, Floating Rate Notes, etc.) ist normalerweise die Währung der Anlage, da ihre Kursschwankungen hauptsächlich durch Veränderung des Wechselkurses ihrer Währung und Veränderungen der Zinsstruktur ihrer Währung beeinflusst wird. Die geographische Lage des Schuldners ist zweitrangig, das Kreditrisiko ist viel besser durch die Bonität des Schuldners gegeben. D.h. eine typische Anlagekategorie ist "Obligationen CHF", "Obligationen USD", "Obligationen EUR", "Festgelder GBP", etc. Diese Aufteilung kann für Hauptwährungen detailliert sein, mit einer Kategorie für "übrige Währungen" ergänzt. Bemerken Sie, dass die Zins Futures auch gemäss ihrer Währung aufgeteilt werden müssen.

Die Aufteilung der Anlagekategorie "Obligationen CHF" in inländische und ausländische Obligationen für Schweizer Pensionskassen ist seit der Einführung der neuen BVV-2 Vorschriften (2009) obsolete geworden.

Das Hauptkriterium für die Aufteilung der Sachwerte (Aktien, Immobilien, etc.) ist die geographische Lage des Unternehmens oder der Objekte, da die wirtschaftliche Umgebung der Firma (ihr Markt) eines der externen Hauptkriterien für die Kursschwankungen der Aktie ist. Es stellt sich hier immer wieder die Frage, wie fein muss gegliedert werden, muss zum Wirtschaftsraum noch die Währung genommen werden? Die Antwort aus unserer Sicht ist klar NEIN. Man denke daran, dass wenn z.B. ein Titel einer amerikanischen Firma in den USA in USD und in der Schweiz in CHF gehandelt wird, und der USD-Kurs schwächer wird, dann schlägt dies auch auf den Titel in CHF durch. D.h. währungsreine Bestandeskonti wie Aktien USA in CHF und Aktien USA in USD bringen deshalb keine zusätzliche Information, die beiden Bestände sinken infolge der USD-Schwäche beide gleichzeitig. Das eine wegen dem schlechtern Wechselkurs und das andere weil der Kurs automatisch nachzieht um Arbitrage zu verhindern. D.h. wenn wir bei Aktien den Wirtschaftsraum gliedern, dann ist das genügend. Ein weiteres Argument dafür ist, wenn wir mit einer Benchmark vergleichen, dann ist es uns egal ob der amerikanische Titel in USD oder CHF gehandelt wurde, wir nehmen eine Benchmark die dem Titel im amerikanischen Wirtschaftsraum entspricht und wir nehmen nicht eine Benchmark für schweizerische Firmen. D.h. eine typische Anlagekategorie der Stufe 3 ist "Aktien CH", "Aktien GB", "Aktien US" oder "Aktien Europa", "Aktien Amerika", etc. Diese Aufteilung kann für Hauptländer detailliert sein, mit einer Kategorie für "übrige Länder" ergänzt. Bemerken Sie, dass Index Futures wie auch Calls und Puts auch gemäss einer geographischen Aufteilung kategorisiert werden müssen.

Die Wandel- und Optionsanleihen sind eine Mischung von Nominal- und Sachwerten. Sie sollten, falls mit relativ grossem Anteil vorhanden, in separaten Anlagekategorien aufgeführt werden. Die Aufteilung der Anlagekategorien kann nach Währung erfolgen, wenn sie eher als Obligationen betrachtet werden oder geographisch, wenn sie eher als Aktien betrachtet werden. Dies kann zum Beispiel aus der Definition der Anlagestrategie eruiert werden.

Wenn Alternative Anlagen (Hedge Funds, Private Equity) vorhanden sind, sollten entsprechende separate Anlagekategorien definiert werden. Diese Anlagekategorien werden normalerweise nicht geographisch aufgeteilt, da diese oft gar nicht vorhanden oder bekannt ist.

Die Definition der Anlagekategorien für Devisentermingeschäft hängt von der Anlagestrategie ab. Wenn die Devisentermingeschäfte getrennt pro Anlagekategorie abgeschlossen werden, z.B. Devisentermingeschäfte für Obligationen in USD, sollten sie entsprechend getrennt für jede abgesicherte Anlagekategorie strukturiert werden. Wenn die Devisentermingeschäfte aber global als "Currency Overlays" abgeschlossen werden, genügt die Definition einer Anlagekategorie pro abgesicherte Währung, z.B. "Devisentermingeschäfte USD".

Sie finden im Anhang 1 ein Beispiel der Strukturierung in Anlagekategorien, die einer Schweizer Vorsorgeeinrichtung passen könnte. Wir haben dabei angenommen, dass die Floaters und die Wandelobligationen ein so geringes Volumen ausmachen, dass sie keine eigene Anlagekategorie erhalten haben. Das Anlagereglement verbietet Derivate: Calls, Puts, Futures Devisentermingeschäfte und strukturierte Produkte, die deshalb keine Anlagekategorie bekommen. Die Liquiditäten in Fremdwährung sind am Allgemeinen auch so klein, dass die nicht nach Währung aufgeteilt werden.

Wenden wir uns jetzt dem eigentlichen Kontoplan. Welche Kriterien sollen die Granularität des Kontoplans beeinflussen, neben dem Financial Report selber:
  1. Da die Konti zu den Anlagekategorien verknüpft sind, kann der Kontoplan nicht feiner als die Anlagekategorien sein. Er muss aber nicht so detailliert wie die Anlagekategorien sein. Mehrere Anlagekategorien dürfen dieselben Konti haben
  2. .
  3. Wenn die Wertschriftenbuchhaltung in eine FIBU transferiert werden muss, muss der Kontoplan der Wertschriftenbuchhaltung mindestens so detailliert wie der der FIBU sein. Im Normalfall wird er eher feiner als der der FIBU sein.
  4. Der Kontoplan muss die Anlagestrategie berücksichtigen, so dass das Financial Reporting mit dem Investment Reporting übereinstimmen kann. Ein Beispiel einer Anlagestrategie ist im Anhang gegeben.
Die Punkte 1 und 2 sind klar und brauchen keine weitere Erklärung, im Gegensatz zu Punkt 3. Bemerken wir zuerst, dass dieser Punkt nur dann seine volle Wirkung zeigt, wenn die Wertberichtigungen zum Marktwert erfolgen. Sonst kann keine Kongruenz zwischen der Wertschriftenbuchhaltung und dem Investment Reporting erreicht werden. Dieser Punkt 3 bringt aber mit der Marktwertbewertung eine erhöhte Transparenz, die zum Beispiel in FER 26 vorgeschrieben ist. Schauen wir in Detail um was es geht. Nehmen wir an, die Anlagestrategie eine Gewichtung und ein Benchmark für die "Aktien Ausland" vorgibt, wie in unserem Beispiel im Anhang definiert. Der Investment Report wird dann folgende Werte für die "Aktien Ausland" beinhalten: Marktwert, effektives Gewicht, strategisches Gewicht, effektive Performance und Benchmark Rendite. Wenn der Kontoplan eigen Konti für die "Aktien Ausland" hat, besteht eine direkte Kongruenz zwischen dem Financial Report (Buchhaltung) und dem Investment Report. Der Marktwert der "Aktien Ausland" ist auch in der Bilanz zu finden, und der Erfolg der "Aktien Ausland" kann aus der Erfolgsrechnung gelesen werden, einfach als Ertrag minus Aufwand der Erfolgskonti, die zu den "Aktien Ausland" gehören. Aus diesem Grund ist es interessant, eigene Erfolgskonti für die "Aktien Ausland" zu definieren. So kann der Erfolg der "Aktien Ausland" als "Performance" der "Aktien Ausland", in CHF ausgedruckt, wobei die Performance im Investment Report als % Zahl angegeben wird. Die zwei Werte stellen dasselbe Resultat in unterschiedlichen Einheiten dar.

Der Kontoplan wird dann auf Anlageklassen basieren, die sich als Gruppen von Anlagekategorien definieren lassen, zum Beispiel besteht die Anlageklasse "Aktien Ausland" aus den Anlagekategorien "Aktien Deutschland", "Aktien Frankreich", etc. Jede dieser Anlageklassen hat ihre eigene Konti von jedem Typ, zum Beispiel Bestandeskonti, Konti für den realisierten Kapitalgewinn, etc. Sie finden im Anhang ein Beispiel von Kontotypen, für die Bilanz und die Erfolgsrechnung. Der Kontoplan kann aber detaillierter in der Bilanz als in der Erfolgsrechnung sein. In unserem Beispiel sind in der Bilanz die "Aktien Ausland" in direkten Anlagen und Fonds Anlagen aufgeteilt, ohne dass es diese Unterscheidung in der Erfolgsrechnung gibt. Selbstverständlich können die für die Aufteilung des Kontoplans verwendeten Anlageklassen feiner sein, als in der Anlagestrategie. In unserem Beispiel hätten wir separate Anlageklassen für die "Aktien Europa", "Aktien Amerika" und "Aktien Asien/Pazifik" definieren können. Diese Unterscheidung wäre dann vorteilhaft, wenn die Anlagestrategie in der Zukunft auch auf der Ebene der geographischen Regionen verfeinert werden sollte. Bemerken Sie, dass der Financial Report ohne Weiteres verschiedene Konti konsolidieren darf.

Sie finden ein Beispiel eines Kontoplans im Anhang 4. Dieser Kontoplan ist vollständig, aber eher minimal, so dass er im Rahmen dieses didaktischen Dokuments lesbar bleibt. Ein realer Kontoplan wird wahrscheinlich detaillierter sein.

Unterstützung durch ePOCA
Die Software für Wertschriftenbuchhaltung und Investment Reporting ePOCA unterstützt den Anwender bei der Definition der Kontopläne.
  1. Mit ePOCA definieren Sie selber genau die Anlagekategorien, die Sie brauchen und ordnen den Konti diese Anlagekategorien zu.
  2. Jedes Portfolio in ePOCA hat seinen eigenen Kontoplan. Werkzeuge erlauben die effiziente Verwaltung der unterschiedlichen Kontopläne, die auf der globalen Ebene, auf der Ebene des Kunden oder des Portfolios definiert werden können.
  3. Ein FIBU Konto kann jedem ePOCA Konto zugeordnet werden. Der ePOCA Kontoplan kann dann detaillierter als der FIBU Kontoplan sein und trotzdem eine elektronische Schnittstelle zu der FIBU gewährleisten.
  4. Die Portfolios können beliebig konsolidiert werden, sei es für die Buchhaltung oder für das Investment Reporting.
  5. Eine Anlagestruktur auf der Basis der Anlagekategorien kann für jede Konsolidierung definiert werden. So kann die Anlagestrategie abgebildet werden und eine perfekte Kongruenz zwischen der Wertschriftenbuchhaltung und dem Investment Report erreicht werden.
  6. Die Performance kann für die Gesamtanlage und für dieeinzelnen Anlagekategorien auf der Ebene jeder Konsolidierung und jedes Portfolios berechnet werden, auch für gemischte Mandate. Die Anlageresultate können so transparent überwacht werden.
Anhang 1: Beispiel von Anlagekategorien

Liquiditäten
Kontokorrente in CHF
Kontokorrente in Fremdwährung
Callgelder in CHF
Callgelder in Fremdwährung
Festgelder in CHF
Festgelder in Fremdwährung
Treuhandanlagen in CHF
Treuhandanlagen in Fremdwährung
Geldmarkt Fonds in CHF
Geldmarkt Fonds in Fremdwährung
Forderungen in CHF
Obligationen in CHF
Obligationen Fonds in CHF
Forderungen in Fremdwährung
Obligationen Europa
Obligationen in EUR
Obligationen in GBP
Obligationen in DKK
Obligationen in NOK
Obligationen in SEK
Obligationen Amerika
Obligationen in USD
Obligationen in CAD
Obligationen Asien / Pazifik
Obligationen in JPY
Obligationen in AUD
Obligationen in NZD
Obligationen in diversen Fremdwährungen
Diverse Obligationen in Fremdwährung
Obligationen Fonds in Fremdwährung
Aktien Schweiz
Aktien Schweiz
Aktien Fonds Schweiz
Aktien Ausland
Aktien Europa
Aktien Deutschland
Aktien Italien
Aktien Frankreich
Aktien Dänemark
Aktien Niederlande
Aktien Schweden
Aktien Américaines
Aktien USA
Aktien Kanada
Aktien région Pacifique
Aktien Japan
Aktien Australien
Aktien Neuseeland
Aktien Ausland diverses
Aktien Ausland diverses
Fonds Aktien Ausland diverses
Immobilien Schweiz
Immobilien Schweiz direkt
Immobilien Fonds Schweiz
Alternative Anlagen
Hedge Fonds
Private Equity


Anhang 2: Beispiel einer Anlagestrategie

AnlagekategorieStrategieMinMax
Liquiditäten 5 0 10
Forderungen in CHF 35 25 45
Forderungen in Fremdwährung 10 0 15
Aktien Schweiz 20 12 25
Aktien Ausland 15 10 18
Immobilien Schweiz 10 6 14
Alternative Anlagen 5 0 8
Total 100  


Anhang 3: Kontotypen

Aktiv
  • Bestand: Buchwerte
  • Marchzinsen: transitorische Aktivkonti für die Zinsabgrenzung
Aufwand
  • Nicht rückforderbare Steuern: bei Zinsen, Dividenden, etc.
  • Soll Zinsen
  • Realisierte Devisenverluste
  • Realisierte Kapitalverluste
  • Unrealisierte Devisenverluste
  • Unrealisierte Kapitalverluste
  • Transaktionsspesen
Ertrag
  • Zinsen, Dividenden, etc. und Marchzinsen
  • Realisierte Devisengewinne
  • Realisierte Kapitalgewinne
  • Unrealisierte Devisengewinne
  • Unrealisierte Kapitalgewinne
Anhang 4: Beispiel eines Kontoplans

AKTIV
Liquiditäten
1101Kontokorrente in CHF
11xx Kontokorrente in Fremdwährung
1111 Callgelder in CHF
11xx Callgelder in Fremdwährung
1121 Festgelder in CHF
11xx Festgelder in Fremdwährung
1131 Treuhandanlagen in CHF
11xx Treuhandanlagen in Fremdwährung
1141 Geldmarkt Fonds in CHF
11xx Geldmarkt Fonds in Fremdwährung
1151 Marchzinsen auf Liquiditäten in CHF
1152 Marchzinsen auf Liquiditäten in Fremdwährung
Forderungen en CHF
1201 Obligationen in CHF
1202 Obligationen Fonds in CHF
1251 Marchzinsen auf Obligationen in CHF
Forderungen in Fremdwährung
1301 Obligationen in Fremdwährung
1302 Obligationen Fonds in Fremdwährung
1351 Marchzinsen auf Obligationen in Fremdwährung
Aktien Schweiz
1401 Aktien Schweiz
1402 Aktien Fonds Schweiz
Aktien Ausland
1501 Aktien Ausland
1502 Aktien Fonds Ausland
Immobilien Schweiz
1601 Immobilien Schweiz
Alternative Anlagen
1701 Hedge Funds
1702 Private Equity
Quellensteuer
1901 Quellensteuer Schweiz
1902 Quellensteuer Ausland


PASSIV
2001 Eigenkapital
2002 Kapitalflüsse
2099 Erfolg


AUFWAND
3111 Realisierte Devisenverluste auf Liquiditäten
3211 Realisierte Devisenverluste auf Obligationen in CHF
3311 Realisierte Devisenverluste auf Obligationen in FW
3411 Realisierte Devisenverluste auf Aktien Schweiz
3511 Realisierte Devisenverluste auf Aktien Ausland
3611 Realisierte Devisenverluste auf Immobilien Schweiz
3711 Realisierte Devisenverluste auf Alternative Anlagen
3112 Realisierte Kapitalverluste auf Liquiditäten
3212 Realisierte Kapitalverluste auf Obligationen in CHF
3312 Realisierte Kapitalverluste auf Obligationen in FW
3412 Realisierte Kapitalverluste auf Aktien Schweiz
3512 Realisierte Kapitalverluste auf Aktien Ausland
3612 Realisierte Kapitalverluste auf Immobilien Schweiz
3712 Realisierte Kapitalverluste auf Alternative Anlagen
3113 Unrealisierte Devisenverluste auf Liquiditäten
3213 Unrealisierte Devisenverluste auf Obligationen in CHF
3313 Unrealisierte Devisenverluste auf Obligationen in FW
3413 Unrealisierte Devisenverluste auf Aktien Schweiz
3513 Unrealisierte Devisenverluste auf Aktien Ausland
3613 Unrealisierte Devisenverluste auf Immobilien Schweiz
3713 Unrealisierte Devisenverluste auf Alternative Anlagen
3114 Unrealisierte Kapitalverluste auf Liquiditäten
3214 Unrealisierte Kapitalverluste auf Obligationen in CHF
3314 Unrealisierte Kapitalverluste auf Obligationen in FW
3414 Unrealisierte Kapitalverluste auf Aktien Schweiz
3514 Unrealisierte Kapitalverluste auf Aktien Ausland
3614 Unrealisierte Kapitalverluste auf Immobilien Schweiz
3714 Unrealisierte Kapitalverluste auf Alternative Anlagen
3115 Sollzinsen auf Liquiditäten
3116 Transaktionsspesen auf Liquiditäten
3216 Transaktionsspesen auf Obligationen in CHF
3316 Transaktionsspesen auf Obligationen in FW
3416 Transaktionsspesen auf Aktien Schweiz
3516 Transaktionsspesen auf Aktien Ausland
3616 Transaktionsspesen auf Immobilien Schweiz
3716 Transaktionsspesen auf Alternative Anlagen
3117 Nicht rückforderbare Steuern auf Liquiditäten
3217 Nicht rückforderbare Steuern auf Obligationen in CHF
3317 Nicht rückforderbare Steuern auf Obligationen in FW
3417 Nicht rückforderbare Steuern auf Aktien Schweiz
3517 Nicht rückforderbare Steuern auf Aktien Ausland
3617 Nicht rückforderbare Steuern auf Immobilien Schweiz
3717 Nicht rückforderbare Steuern auf Alternative Anlagen
3941 Andere Spesen
3942 Ausserordentliche Verluste auf Quellensteuern
3999 Erfolg


ERTRAG
4151 Realisierte Devisengewinne auf Liquiditäten
4251 Realisierte Devisengewinne auf Obligationen in CHF
4351 Realisierte Devisengewinne auf Obligationen in FW
4451 Realisierte Devisengewinne auf Aktien Schweiz
4551 Realisierte Devisengewinne auf Aktien Ausland
4651 Realisierte Devisengewinne auf Immobilien Schweiz
4751 Realisierte Devisengewinne auf Alternative Anlagen
4152 Realisierte Kapitalgewinne auf Liquiditäten
4252 Realisierte Kapitalgewinne auf Obligationen in CHF
4352 Realisierte Kapitalgewinne auf Obligationen in FW
4452 Realisierte Kapitalgewinne auf Aktien Schweiz
4552 Realisierte Kapitalgewinne auf Aktien Ausland
4652 Realisierte Kapitalgewinne auf Immobilien Schweiz
4752 Realisierte Kapitalgewinne auf Alternative Anlagen
4153 Unrealisierte Devisengewinne auf Liquiditäten
4253 Unrealisierte Devisengewinne auf Obligationen in CHF
4353 Unrealisierte Devisengewinne auf Obligationen in FW
4453 Unrealisierte Devisengewinne auf Aktien Schweiz
4553 Unrealisierte Devisengewinne auf Aktien Ausland
4653 Unrealisierte Devisengewinne auf Immobilien Schweiz
4753 Unrealisierte Devisengewinne auf Alternative Anlagen
4154 Unrealisierte Kapitalgewinne auf Liquiditäten
4254 Unrealisierte Kapitalgewinne auf Obligationen in CHF
4354 Unrealisierte Kapitalgewinne auf Obligationen in FW
4454 Unrealisierte Kapitalgewinne auf Aktien Schweiz
4554 Unrealisierte Kapitalgewinne auf Aktien Ausland
4654 Unrealisierte Kapitalgewinne auf Immobilien Schweiz
4754 Unrealisierte Kapitalgewinne auf Alternative Anlagen
4155 Zinsen und Marchzinsen auf Liquiditäten
4255 Zinsen und Marchzinsen auf Obligationen in CHF
4355 Zinsen und Marchzinsen auf Obligationen in FW
4455 Dividenden aus Aktien Schweiz
4555 Dividenden aus Aktien Ausland
4655 Erträge aus Immobilien Schweiz
4755 Erträge aus Alternativen Anlagen
4991 Securities lending
4992 Ausserordentliche Gewinne auf Quellensteuern


Bemerkungen zum Kontoplan
Die Nummerierung der Konti erfolgt systematisch. Das erste Ziffer ergibt die Klasse des Kontos (1 = Aktiv, 2 = Passiv, 3 = Aufwand, 4 = Ertrag). Das zweite Ziffer ergibt die Anlageklasse (1 = Liquiditäten, 2 = Forderungen in CHF, 3 = Forderungen in FW, 4 = Aktien Schweiz, 5 = Aktien Ausland, 6 = Immobilien Schweiz, 7 = Alternative Anlagen). Die dritte und vierte Ziffer bestimmen den Kontotyp. Diese Nummerierung ist für die Wertschriftenbuchhaltung, sie kann in der FIBU anders sein, wo wahrscheinlich ein Standard Kontoplan angelegt wird (zum Beispiel Käfer oder KMU).

Die Granularität des Kontoplans ist feiner in der Bilanz als in der Erfolgsrechnung, wo sie genau der Anlageklassen der Anlagestrategie entspricht, d.h. viel gröber als die Anlagekategorien. So sind zum Beispiel die "Akten Ausland" nicht nach geographischen Regionen unterteilt.

In der Erfolgsrechnung ist der Kontoplan absichtlich relativ einfach. So gibt es zum Beispiel keine separate Konti für Zinsen und Marchzinsen und auch keine separate Konti für Leerverkäufe.

In diesem Beispiel lässt sich der Erfolg der "Aktien Ausland" einfach wie folgt berechnet werden:

 Haben Saldo "Realisierte Devisengewinne auf Aktien Ausland" (4551) +
 Haben Saldo "Realisierte Kapitalgewinne auf Aktien Ausland" (4552) +
 Haben Saldo "Unrealisierte Devisengewinne auf Aktien Ausland" (4553) +
 Haben Saldo "Unrealisierte Kapitalgewinne auf Aktien Ausland" (4554) +
 Haben Saldo "Dividenden aus Aktien Ausland" (4555) -
 Soll Saldo "Realisierte Devisenverluste auf Aktien Ausland" (3511) -
 Soll Saldo "Realisierte Kapitalverluste auf Aktien Ausland" (3512) -
 Soll Saldo "Unrealisierte Devisenverluste auf Aktien Ausland" (3513) -
 Soll Saldo "Unrealisierte Kapitalverluste auf Aktien Ausland" (3514) -
 Soll Saldo "Transaktionsspesen auf Aktien Ausland" (3516) -
 Soll Saldo "Nicht rückforderbare Steuern auf Aktien Ausland" (3517).
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