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| Wertschriftenbuchhaltung - Kontoplan |
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Dieses Dokument befasst sich mit dem Kontoplan einer Wertschriftenbuchhaltung. Zuerst
wollen wir zwei Begriffe klarstellen. Wir bezeichnen als Wertschriften nicht nur klassische
Titel wie Obligationen, Aktien, Optionen oder Futures, sondern auch Kontokorrente,
Festgelder, Devisentermingeschäfte, etc. Wir kümmern uns hier aber nur um die Konti,
die für Wertschriftenransaktionen verwendet werden, und nicht um Konti, die nur mit
Soll/Haben Buchungen ohne Wertschriftentransaktion gebucht werden.
Es ist wichtig, die Konti der Wertschriftenbuchhaltung an einer Eigenschaft der
Wertpapiere zu verknüpfen, die wir hier Anlagekategorie nennen, anstatt die Konti direkt
an dem Wertpapier zu verknüpfen. Wir werden später sehen, wie diese Anlagekategorien
definiert werden sollten. Es gibt mehrere Gründe für die Verknüpfung der Konti an der
Anlagekategorie statt am Wertpapier:
- Es ist dann nicht notwendig, Kontozuordnungen zu definieren, jedes Mal ein neues
Wertpapier eröffnet wird. Dies vermindert den Aufwand der Buchhaltung und
eliminiert eine grosse Fehlerquelle.
- Die Möglichkeit einer voll automatischen Wertschriftenbuchhaltung ist damit
gewährleistet.
- Es ist damit viel einfacher, eine lesbare Struktur für die Bilanz und die
Erfolgsrechnung zu definieren, da es nicht ständig neue Konti gibt.
Schauen wir jetzt, wie wir diese Anlagekategorien strukturiert werden können. Wir sollten
dabei daran denken, dass sie detaillierter sein können, als der reine Kontoplan es
erfordert. Ein Parameter der Anlagekategorie ist sicher der Wertpapiertyp. Wir sollten
z.B. die Aktien und die Obligationen auf separate Konti buchen. Eine einfache
Wertschriftenbuchhaltung könnte nur diese Wertpapiertypen differenzieren:
- Kontokorrente
- Festgelder
- Obligationen
- Aktien
Für Anlagen in anderen Wertpapiertypen muss dann entschieden werden, ob diese in
einer verwandten Anlagekategorie oder in einer getrennten Anlagekategorie gebucht
werden müssen. Anlagen in Treuhandanlagen oder Callgeldern zum Beispiel können in
der Anlagekategorie der Festgelder oder in separaten Anlagekategorien gebucht werden.
Ähnlicherweise können Fonds von Obligationen in der Anlagekategorie der Obligationen
oder in separaten Anlagekategorien gebucht werden. Die folgenden Listen stellen
verwandten Wertpapiertypen dar, die eventuell in gemeinsamen Anlagekategorien
gebucht werden könnten:
- Kurzfristige Anlagen
- Festgelder
- Treuhandanlagen
- Callgelder
- Geldmarktfonds
- Obligationen und ähnliche
- Obligationen
- Floating Rate Notes (FRN)
- Wandelobligationen
- Obligationen Fonds
- Aktien und ähnliche
- Aktien
- Aktienfonds
- Wandelobligationen
- Calls und Puts
Bemerken Sie, dass Wandelanleihen, wenn sie nicht eigene Anlagekategorien bilden,
können entweder mit Obligationen oder mit Aktien gebucht werden, abhängig davon, ob
sie eher als Obligationen oder als Aktien angeschaut werden. Andere Wertpapiertypen
sollen für separate Anlagekategorien in Betracht bezogen werden, zum Beispiel:
- Zins Futures
- Index Futures
- Devisentermingeschäfte
- Hedge Funds
- Private Equity
- Strukturierte Produkte
- Gemischte Fonds
Unser Ziel ist hier nicht, eine vollständige Liste der Wertpapiertypen, sondern eine
Methode für die Strukturierung in Anlagekategorien für die Wertschriftenbuchhaltung
darzustellen. Andere Wertpapiertypen müssen analog analysiert werden. Dabei dürfen
auch gewisse "Spezialitäten" nicht ignoriert werden, wie z.B. die eigenen Aktien einer
Firma, ihre Beteiligungen oder die Anlagen einer Pensionskasse beim Arbeitgeber.
Die Unterteilung nach Wertpapiertyp für die Bestimmung der Anlagekategorien genügt
meistens nicht. Eine Position "Aktien" oder "Obligationen" in der
Wertschriftenbuchhaltung, ohne detailliertere Angaben, ist oft zu grob. Wir werden jetzt
sehen, wie diese Anlagekategorien für eine professionelle Wertschriftenbuchhaltung
aufgeteilt werden sollten.
Das Hauptkriterium für die Aufteilung der Nominalwerte (Obligationen, Festgelder,
Treuhandanlagen, Kontokorrente, Floating Rate Notes, etc.) ist normalerweise die
Währung der Anlage, da ihre Kursschwankungen hauptsächlich durch Veränderung des
Wechselkurses ihrer Währung und Veränderungen der Zinsstruktur ihrer Währung
beeinflusst wird. Die geographische Lage des Schuldners ist zweitrangig, das Kreditrisiko
ist viel besser durch die Bonität des Schuldners gegeben. D.h. eine typische
Anlagekategorie ist "Obligationen CHF", "Obligationen USD", "Obligationen EUR",
"Festgelder GBP", etc. Diese Aufteilung kann für Hauptwährungen detailliert sein, mit
einer Kategorie für "übrige Währungen" ergänzt. Bemerken Sie, dass die Zins Futures
auch gemäss ihrer Währung aufgeteilt werden müssen.
Die Aufteilung der Anlagekategorie "Obligationen CHF" in inländische und ausländische
Obligationen für Schweizer Pensionskassen ist seit der Einführung der neuen BVV-2
Vorschriften (2009) obsolete geworden.
Das Hauptkriterium für die Aufteilung der Sachwerte (Aktien, Immobilien, etc.) ist die
geographische Lage des Unternehmens oder der Objekte, da die wirtschaftliche
Umgebung der Firma (ihr Markt) eines der externen Hauptkriterien für die
Kursschwankungen der Aktie ist. Es stellt sich hier immer wieder die Frage, wie fein muss
gegliedert werden, muss zum Wirtschaftsraum noch die Währung genommen werden?
Die Antwort aus unserer Sicht ist klar NEIN. Man denke daran, dass wenn z.B. ein Titel
einer amerikanischen Firma in den USA in USD und in der Schweiz in CHF gehandelt
wird, und der USD-Kurs schwächer wird, dann schlägt dies auch auf den Titel in CHF
durch. D.h. währungsreine Bestandeskonti wie Aktien USA in CHF und Aktien USA in USD
bringen deshalb keine zusätzliche Information, die beiden Bestände sinken infolge der
USD-Schwäche beide gleichzeitig. Das eine wegen dem schlechtern Wechselkurs und das
andere weil der Kurs automatisch nachzieht um Arbitrage zu verhindern. D.h. wenn wir
bei Aktien den Wirtschaftsraum gliedern, dann ist das genügend. Ein weiteres Argument
dafür ist, wenn wir mit einer Benchmark vergleichen, dann ist es uns egal ob der
amerikanische Titel in USD oder CHF gehandelt wurde, wir nehmen eine Benchmark die
dem Titel im amerikanischen Wirtschaftsraum entspricht und wir nehmen nicht eine
Benchmark für schweizerische Firmen. D.h. eine typische Anlagekategorie der Stufe 3 ist
"Aktien CH", "Aktien GB", "Aktien US" oder "Aktien Europa", "Aktien Amerika", etc. Diese
Aufteilung kann für Hauptländer detailliert sein, mit einer Kategorie für "übrige Länder"
ergänzt. Bemerken Sie, dass Index Futures wie auch Calls und Puts auch gemäss einer
geographischen Aufteilung kategorisiert werden müssen.
Die Wandel- und Optionsanleihen sind eine Mischung von Nominal- und Sachwerten. Sie
sollten, falls mit relativ grossem Anteil vorhanden, in separaten Anlagekategorien
aufgeführt werden. Die Aufteilung der Anlagekategorien kann nach Währung erfolgen,
wenn sie eher als Obligationen betrachtet werden oder geographisch, wenn sie eher als
Aktien betrachtet werden. Dies kann zum Beispiel aus der Definition der Anlagestrategie
eruiert werden.
Wenn Alternative Anlagen (Hedge Funds, Private Equity) vorhanden sind, sollten
entsprechende separate Anlagekategorien definiert werden. Diese Anlagekategorien
werden normalerweise nicht geographisch aufgeteilt, da diese oft gar nicht vorhanden
oder bekannt ist.
Die Definition der Anlagekategorien für Devisentermingeschäft hängt von der
Anlagestrategie ab. Wenn die Devisentermingeschäfte getrennt pro Anlagekategorie
abgeschlossen werden, z.B. Devisentermingeschäfte für Obligationen in USD, sollten sie
entsprechend getrennt für jede abgesicherte Anlagekategorie strukturiert werden. Wenn
die Devisentermingeschäfte aber global als "Currency Overlays" abgeschlossen werden,
genügt die Definition einer Anlagekategorie pro abgesicherte Währung, z.B.
"Devisentermingeschäfte USD".
Sie finden im Anhang 1 ein Beispiel der Strukturierung in Anlagekategorien, die einer
Schweizer Vorsorgeeinrichtung passen könnte. Wir haben dabei angenommen, dass die
Floaters und die Wandelobligationen ein so geringes Volumen ausmachen, dass sie keine
eigene Anlagekategorie erhalten haben. Das Anlagereglement verbietet Derivate: Calls,
Puts, Futures Devisentermingeschäfte und strukturierte Produkte, die deshalb keine
Anlagekategorie bekommen. Die Liquiditäten in Fremdwährung sind am Allgemeinen
auch so klein, dass die nicht nach Währung aufgeteilt werden.
Wenden wir uns jetzt dem eigentlichen Kontoplan. Welche Kriterien sollen die
Granularität des Kontoplans beeinflussen, neben dem Financial Report selber:
- Da die Konti zu den Anlagekategorien verknüpft sind, kann der Kontoplan nicht
feiner als die Anlagekategorien sein. Er muss aber nicht so detailliert wie die
Anlagekategorien sein. Mehrere Anlagekategorien dürfen dieselben Konti haben
.
- Wenn die Wertschriftenbuchhaltung in eine FIBU transferiert werden muss, muss
der Kontoplan der Wertschriftenbuchhaltung mindestens so detailliert wie der der
FIBU sein. Im Normalfall wird er eher feiner als der der FIBU sein.
- Der Kontoplan muss die Anlagestrategie berücksichtigen, so dass das Financial
Reporting mit dem Investment Reporting übereinstimmen kann. Ein Beispiel einer
Anlagestrategie ist im Anhang gegeben.
Die Punkte 1 und 2 sind klar und brauchen keine weitere Erklärung, im Gegensatz zu
Punkt 3. Bemerken wir zuerst, dass dieser Punkt nur dann seine volle Wirkung zeigt,
wenn die Wertberichtigungen zum Marktwert erfolgen. Sonst kann keine Kongruenz
zwischen der Wertschriftenbuchhaltung und dem Investment Reporting erreicht werden.
Dieser Punkt 3 bringt aber mit der Marktwertbewertung eine erhöhte Transparenz, die
zum Beispiel in FER 26 vorgeschrieben ist. Schauen wir in Detail um was es geht.
Nehmen wir an, die Anlagestrategie eine Gewichtung und ein Benchmark für die "Aktien
Ausland" vorgibt, wie in unserem Beispiel im Anhang definiert. Der Investment Report
wird dann folgende Werte für die "Aktien Ausland" beinhalten: Marktwert, effektives
Gewicht, strategisches Gewicht, effektive Performance und Benchmark Rendite. Wenn
der Kontoplan eigen Konti für die "Aktien Ausland" hat, besteht eine direkte Kongruenz
zwischen dem Financial Report (Buchhaltung) und dem Investment Report. Der
Marktwert der "Aktien Ausland" ist auch in der Bilanz zu finden, und der Erfolg der
"Aktien Ausland" kann aus der Erfolgsrechnung gelesen werden, einfach als Ertrag minus
Aufwand der Erfolgskonti, die zu den "Aktien Ausland" gehören. Aus diesem Grund ist es
interessant, eigene Erfolgskonti für die "Aktien Ausland" zu definieren. So kann der Erfolg
der "Aktien Ausland" als "Performance" der "Aktien Ausland", in CHF ausgedruckt, wobei
die Performance im Investment Report als % Zahl angegeben wird. Die zwei Werte
stellen dasselbe Resultat in unterschiedlichen Einheiten dar.
Der Kontoplan wird dann auf Anlageklassen basieren, die sich als Gruppen von
Anlagekategorien definieren lassen, zum Beispiel besteht die Anlageklasse "Aktien
Ausland" aus den Anlagekategorien "Aktien Deutschland", "Aktien Frankreich", etc. Jede
dieser Anlageklassen hat ihre eigene Konti von jedem Typ, zum Beispiel Bestandeskonti,
Konti für den realisierten Kapitalgewinn, etc. Sie finden im Anhang ein Beispiel von
Kontotypen, für die Bilanz und die Erfolgsrechnung. Der Kontoplan kann aber detaillierter
in der Bilanz als in der Erfolgsrechnung sein. In unserem Beispiel sind in der Bilanz die
"Aktien Ausland" in direkten Anlagen und Fonds Anlagen aufgeteilt, ohne dass es diese
Unterscheidung in der Erfolgsrechnung gibt. Selbstverständlich können die für die
Aufteilung des Kontoplans verwendeten Anlageklassen feiner sein, als in der
Anlagestrategie. In unserem Beispiel hätten wir separate Anlageklassen für die "Aktien
Europa", "Aktien Amerika" und "Aktien Asien/Pazifik" definieren können. Diese
Unterscheidung wäre dann vorteilhaft, wenn die Anlagestrategie in der Zukunft auch auf
der Ebene der geographischen Regionen verfeinert werden sollte. Bemerken Sie, dass der
Financial Report ohne Weiteres verschiedene Konti konsolidieren darf.
Sie finden ein Beispiel eines Kontoplans im Anhang 4. Dieser Kontoplan ist vollständig,
aber eher minimal, so dass er im Rahmen dieses didaktischen Dokuments lesbar bleibt.
Ein realer Kontoplan wird wahrscheinlich detaillierter sein.
Unterstützung durch ePOCA
Die Software für Wertschriftenbuchhaltung und Investment Reporting ePOCA unterstützt
den Anwender bei der Definition der Kontopläne.
- Mit ePOCA definieren Sie selber genau die Anlagekategorien, die Sie brauchen und
ordnen den Konti diese Anlagekategorien zu.
- Jedes Portfolio in ePOCA hat seinen eigenen Kontoplan. Werkzeuge erlauben die
effiziente Verwaltung der unterschiedlichen Kontopläne, die auf der globalen
Ebene, auf der Ebene des Kunden oder des Portfolios definiert werden können.
- Ein FIBU Konto kann jedem ePOCA Konto zugeordnet werden. Der ePOCA
Kontoplan kann dann detaillierter als der FIBU Kontoplan sein und trotzdem eine
elektronische Schnittstelle zu der FIBU gewährleisten.
- Die Portfolios können beliebig konsolidiert werden, sei es für die Buchhaltung oder
für das Investment Reporting.
- Eine Anlagestruktur auf der Basis der Anlagekategorien kann für jede
Konsolidierung definiert werden. So kann die Anlagestrategie abgebildet werden
und eine perfekte Kongruenz zwischen der Wertschriftenbuchhaltung und dem
Investment Report erreicht werden.
- Die Performance kann für die Gesamtanlage und für dieeinzelnen
Anlagekategorien auf der Ebene jeder Konsolidierung und jedes Portfolios
berechnet werden, auch für gemischte Mandate. Die Anlageresultate können so
transparent überwacht werden.
Anhang 1: Beispiel von Anlagekategorien
| Liquiditäten |
| | Kontokorrente in CHF |
| | Kontokorrente in Fremdwährung |
| | Callgelder in CHF |
| | Callgelder in Fremdwährung |
| | Festgelder in CHF |
| | Festgelder in Fremdwährung |
| | Treuhandanlagen in CHF |
| | Treuhandanlagen in Fremdwährung |
| | Geldmarkt Fonds in CHF |
| | Geldmarkt Fonds in Fremdwährung |
| Forderungen in CHF |
| | Obligationen in CHF |
| | Obligationen Fonds in CHF |
| Forderungen in Fremdwährung |
| Obligationen Europa |
| | Obligationen in EUR |
| | Obligationen in GBP |
| | Obligationen in DKK |
| | Obligationen in NOK |
| | Obligationen in SEK |
| Obligationen Amerika |
| | Obligationen in USD |
| | Obligationen in CAD |
| Obligationen Asien / Pazifik |
| | Obligationen in JPY |
| | Obligationen in AUD |
| | Obligationen in NZD |
| Obligationen in diversen Fremdwährungen |
| | Diverse Obligationen in Fremdwährung |
| | Obligationen Fonds in Fremdwährung |
| Aktien Schweiz |
| | Aktien Schweiz |
| | Aktien Fonds Schweiz |
| Aktien Ausland |
| Aktien Europa |
| | Aktien Deutschland |
| | Aktien Italien |
| | Aktien Frankreich |
| | Aktien Dänemark |
| | Aktien Niederlande |
| | Aktien Schweden |
| Aktien Américaines |
| | Aktien USA |
| | Aktien Kanada |
| Aktien région Pacifique |
| | Aktien Japan |
| | Aktien Australien |
| | Aktien Neuseeland |
| Aktien Ausland diverses |
| | Aktien Ausland diverses |
| | Fonds Aktien Ausland diverses |
| Immobilien Schweiz |
| | Immobilien Schweiz direkt |
| | Immobilien Fonds Schweiz |
| Alternative Anlagen |
| | Hedge Fonds |
| | Private Equity |
Anhang 2: Beispiel einer Anlagestrategie
| Anlagekategorie | Strategie | Min | Max |
| Liquiditäten | 5 | 0 | 10 |
| Forderungen in CHF | 35 | 25 | 45 |
| Forderungen in Fremdwährung | 10 | 0 | 15 |
| Aktien Schweiz | 20 | 12 | 25 |
| Aktien Ausland | 15 | 10 | 18 |
| Immobilien Schweiz | 10 | 6 | 14 |
| Alternative Anlagen | 5 | 0 | 8 |
| Total | 100 | | |
Anhang 3: Kontotypen
Aktiv
- Bestand: Buchwerte
- Marchzinsen: transitorische Aktivkonti für die Zinsabgrenzung
Aufwand
- Nicht rückforderbare Steuern: bei Zinsen, Dividenden, etc.
- Soll Zinsen
- Realisierte Devisenverluste
- Realisierte Kapitalverluste
- Unrealisierte Devisenverluste
- Unrealisierte Kapitalverluste
- Transaktionsspesen
Ertrag
- Zinsen, Dividenden, etc. und Marchzinsen
- Realisierte Devisengewinne
- Realisierte Kapitalgewinne
- Unrealisierte Devisengewinne
- Unrealisierte Kapitalgewinne
Anhang 4: Beispiel eines Kontoplans
AKTIV
| Liquiditäten |
| 1101 | Kontokorrente in CHF |
| 11xx | Kontokorrente in Fremdwährung |
| 1111 | Callgelder in CHF |
| 11xx | Callgelder in Fremdwährung |
| 1121 | Festgelder in CHF |
| 11xx | Festgelder in Fremdwährung |
| 1131 | Treuhandanlagen in CHF |
| 11xx | Treuhandanlagen in Fremdwährung |
| 1141 | Geldmarkt Fonds in CHF |
| 11xx | Geldmarkt Fonds in Fremdwährung |
| 1151 | Marchzinsen auf Liquiditäten in CHF |
| 1152 | Marchzinsen auf Liquiditäten in Fremdwährung |
| Forderungen en CHF |
| 1201 | Obligationen in CHF |
| 1202 | Obligationen Fonds in CHF |
| 1251 | Marchzinsen auf Obligationen in CHF |
| Forderungen in Fremdwährung |
| 1301 | Obligationen in Fremdwährung |
| 1302 | Obligationen Fonds in Fremdwährung |
| 1351 | Marchzinsen auf Obligationen in Fremdwährung |
| Aktien Schweiz |
| 1401 | Aktien Schweiz |
| 1402 | Aktien Fonds Schweiz |
| Aktien Ausland |
| 1501 | Aktien Ausland |
| 1502 | Aktien Fonds Ausland |
| Immobilien Schweiz |
| 1601 | Immobilien Schweiz |
| Alternative Anlagen |
| 1701 | Hedge Funds |
| 1702 | Private Equity |
| Quellensteuer |
| 1901 | Quellensteuer Schweiz |
| 1902 | Quellensteuer Ausland |
PASSIV
| 2001 | Eigenkapital |
| 2002 | Kapitalflüsse |
| 2099 | Erfolg |
AUFWAND
| 3111 | Realisierte Devisenverluste auf Liquiditäten |
| 3211 | Realisierte Devisenverluste auf Obligationen in CHF |
| 3311 | Realisierte Devisenverluste auf Obligationen in FW |
| 3411 | Realisierte Devisenverluste auf Aktien Schweiz |
| 3511 | Realisierte Devisenverluste auf Aktien Ausland |
| 3611 | Realisierte Devisenverluste auf Immobilien Schweiz |
| 3711 | Realisierte Devisenverluste auf Alternative Anlagen |
| 3112 | Realisierte Kapitalverluste auf Liquiditäten |
| 3212 | Realisierte Kapitalverluste auf Obligationen in CHF |
| 3312 | Realisierte Kapitalverluste auf Obligationen in FW |
| 3412 | Realisierte Kapitalverluste auf Aktien Schweiz |
| 3512 | Realisierte Kapitalverluste auf Aktien Ausland |
| 3612 | Realisierte Kapitalverluste auf Immobilien Schweiz |
| 3712 | Realisierte Kapitalverluste auf Alternative Anlagen |
| 3113 | Unrealisierte Devisenverluste auf Liquiditäten |
| 3213 | Unrealisierte Devisenverluste auf Obligationen in CHF |
| 3313 | Unrealisierte Devisenverluste auf Obligationen in FW |
| 3413 | Unrealisierte Devisenverluste auf Aktien Schweiz |
| 3513 | Unrealisierte Devisenverluste auf Aktien Ausland |
| 3613 | Unrealisierte Devisenverluste auf Immobilien Schweiz |
| 3713 | Unrealisierte Devisenverluste auf Alternative Anlagen |
| 3114 | Unrealisierte Kapitalverluste auf Liquiditäten |
| 3214 | Unrealisierte Kapitalverluste auf Obligationen in CHF |
| 3314 | Unrealisierte Kapitalverluste auf Obligationen in FW |
| 3414 | Unrealisierte Kapitalverluste auf Aktien Schweiz |
| 3514 | Unrealisierte Kapitalverluste auf Aktien Ausland |
| 3614 | Unrealisierte Kapitalverluste auf Immobilien Schweiz |
| 3714 | Unrealisierte Kapitalverluste auf Alternative Anlagen |
| 3115 | Sollzinsen auf Liquiditäten |
| 3116 | Transaktionsspesen auf Liquiditäten |
| 3216 | Transaktionsspesen auf Obligationen in CHF |
| 3316 | Transaktionsspesen auf Obligationen in FW |
| 3416 | Transaktionsspesen auf Aktien Schweiz |
| 3516 | Transaktionsspesen auf Aktien Ausland |
| 3616 | Transaktionsspesen auf Immobilien Schweiz |
| 3716 | Transaktionsspesen auf Alternative Anlagen |
| 3117 | Nicht rückforderbare Steuern auf Liquiditäten |
| 3217 | Nicht rückforderbare Steuern auf Obligationen in CHF |
| 3317 | Nicht rückforderbare Steuern auf Obligationen in FW |
| 3417 | Nicht rückforderbare Steuern auf Aktien Schweiz |
| 3517 | Nicht rückforderbare Steuern auf Aktien Ausland |
| 3617 | Nicht rückforderbare Steuern auf Immobilien Schweiz |
| 3717 | Nicht rückforderbare Steuern auf Alternative Anlagen |
| 3941 | Andere Spesen |
| 3942 | Ausserordentliche Verluste auf Quellensteuern |
| 3999 | Erfolg |
ERTRAG
| 4151 | Realisierte Devisengewinne auf Liquiditäten |
| 4251 | Realisierte Devisengewinne auf Obligationen in CHF |
| 4351 | Realisierte Devisengewinne auf Obligationen in FW |
| 4451 | Realisierte Devisengewinne auf Aktien Schweiz |
| 4551 | Realisierte Devisengewinne auf Aktien Ausland |
| 4651 | Realisierte Devisengewinne auf Immobilien Schweiz |
| 4751 | Realisierte Devisengewinne auf Alternative Anlagen |
| 4152 | Realisierte Kapitalgewinne auf Liquiditäten |
| 4252 | Realisierte Kapitalgewinne auf Obligationen in CHF |
| 4352 | Realisierte Kapitalgewinne auf Obligationen in FW |
| 4452 | Realisierte Kapitalgewinne auf Aktien Schweiz |
| 4552 | Realisierte Kapitalgewinne auf Aktien Ausland |
| 4652 | Realisierte Kapitalgewinne auf Immobilien Schweiz |
| 4752 | Realisierte Kapitalgewinne auf Alternative Anlagen |
| 4153 | Unrealisierte Devisengewinne auf Liquiditäten |
| 4253 | Unrealisierte Devisengewinne auf Obligationen in CHF |
| 4353 | Unrealisierte Devisengewinne auf Obligationen in FW |
| 4453 | Unrealisierte Devisengewinne auf Aktien Schweiz |
| 4553 | Unrealisierte Devisengewinne auf Aktien Ausland |
| 4653 | Unrealisierte Devisengewinne auf Immobilien Schweiz |
| 4753 | Unrealisierte Devisengewinne auf Alternative Anlagen |
| 4154 | Unrealisierte Kapitalgewinne auf Liquiditäten |
| 4254 | Unrealisierte Kapitalgewinne auf Obligationen in CHF |
| 4354 | Unrealisierte Kapitalgewinne auf Obligationen in FW |
| 4454 | Unrealisierte Kapitalgewinne auf Aktien Schweiz |
| 4554 | Unrealisierte Kapitalgewinne auf Aktien Ausland |
| 4654 | Unrealisierte Kapitalgewinne auf Immobilien Schweiz |
| 4754 | Unrealisierte Kapitalgewinne auf Alternative Anlagen |
| 4155 | Zinsen und Marchzinsen auf Liquiditäten |
| 4255 | Zinsen und Marchzinsen auf Obligationen in CHF |
| 4355 | Zinsen und Marchzinsen auf Obligationen in FW |
| 4455 | Dividenden aus Aktien Schweiz |
| 4555 | Dividenden aus Aktien Ausland |
| 4655 | Erträge aus Immobilien Schweiz |
| 4755 | Erträge aus Alternativen Anlagen |
| 4991 | Securities lending |
| 4992 | Ausserordentliche Gewinne auf Quellensteuern |
Bemerkungen zum Kontoplan
Die Nummerierung der Konti erfolgt systematisch. Das erste Ziffer ergibt die Klasse des
Kontos (1 = Aktiv, 2 = Passiv, 3 = Aufwand, 4 = Ertrag). Das zweite Ziffer ergibt die
Anlageklasse (1 = Liquiditäten, 2 = Forderungen in CHF, 3 = Forderungen in FW, 4 =
Aktien Schweiz, 5 = Aktien Ausland, 6 = Immobilien Schweiz, 7 = Alternative Anlagen).
Die dritte und vierte Ziffer bestimmen den Kontotyp. Diese Nummerierung ist für die
Wertschriftenbuchhaltung, sie kann in der FIBU anders sein, wo wahrscheinlich ein
Standard Kontoplan angelegt wird (zum Beispiel Käfer oder KMU).
Die Granularität des Kontoplans ist feiner in der Bilanz als in der Erfolgsrechnung, wo sie
genau der Anlageklassen der Anlagestrategie entspricht, d.h. viel gröber als die
Anlagekategorien. So sind zum Beispiel die "Akten Ausland" nicht nach geographischen
Regionen unterteilt.
In der Erfolgsrechnung ist der Kontoplan absichtlich relativ einfach. So gibt es zum
Beispiel keine separate Konti für Zinsen und Marchzinsen und auch keine separate Konti
für Leerverkäufe.
In diesem Beispiel lässt sich der Erfolg der "Aktien Ausland" einfach wie folgt berechnet
werden:
| | Haben Saldo "Realisierte Devisengewinne auf Aktien Ausland" (4551) + |
| | Haben Saldo "Realisierte Kapitalgewinne auf Aktien Ausland" (4552) + |
| | Haben Saldo "Unrealisierte Devisengewinne auf Aktien Ausland" (4553) + |
| | Haben Saldo "Unrealisierte Kapitalgewinne auf Aktien Ausland" (4554) + |
| | Haben Saldo "Dividenden aus Aktien Ausland" (4555) - |
| | Soll Saldo "Realisierte Devisenverluste auf Aktien Ausland" (3511) - |
| | Soll Saldo "Realisierte Kapitalverluste auf Aktien Ausland" (3512) - |
| | Soll Saldo "Unrealisierte Devisenverluste auf Aktien Ausland" (3513) - |
| | Soll Saldo "Unrealisierte Kapitalverluste auf Aktien Ausland" (3514) - |
| | Soll Saldo "Transaktionsspesen auf Aktien Ausland" (3516) - |
| | Soll Saldo "Nicht rückforderbare Steuern auf Aktien Ausland" (3517). |
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