Die Verladeplanung ist vollständig in die Tourenplanung eingebunden. Zeitfenster, Fahrzeugtypen, Torzuweisungen und Ladeprozesse werden gemeinsam geplant. Auch das mehrstufige Vorladen für verschiedene Auslieferungsrunden innerhalb einer Tagestour wird unterstützt. Dadurch entsteht ein durchgängiger Planungsprozess ohne Medienbrüche und mit maximaler Transparenz.
Maximale Flexibilität durch späte Fahrzeugzuordnung
Die Beladung erfolgt zunächst auf Basis eines Fahrzeugtyps. Das tatsächlich eingesetzte Fahrzeug wird erst kurz vor der Abfahrt festgelegt. So können auch kurzfristige Änderungen in der Fahrzeugdisposition problemlos berücksichtigt werden. Dasselbe Prinzip gilt für Container, Wechselbrücken und Auflieger. Eine Transportketten-Identifikation stellt sicher, dass alle Transporteinheiten jederzeit korrekt zugeordnet bleiben. Die finale Fahrzeugzuweisung kann automatisch durch das System oder direkt durch den Fahrer in der Transit Mobile App erfolgen.
Optimierte Verlade-Reihenfolge über die gesamte Transportkette
Eine der grössten Herausforderungen in der Verladeplanung besteht darin, die richtige Verlade-Reihenfolge zu bestimmen. Besonders anspruchsvoll wird dies bei mehrstufigen Transportketten mit Umladungen und unterschiedlichen Transportmitteln.
Typische Beispiele sind Transporte über Container, Auflieger oder Wechselbrücken mit mehreren Zugfahrzeugen mit oder ohne Umladungen in Umschlagszentren.
Transit betrachtet die Verladeplanung nicht isoliert pro Fahrzeug oder Rampe. Stattdessen wird die optimale Verlade-Reihenfolge über die gesamte Transportkette hinweg berechnet: rückwärts von der letzten Ausliefertour bis zum ersten Verladevorgang. Dadurch stehen Sendungen jederzeit in der richtigen Reihenfolge zur Verfügung, unnötige Umladungen werden vermieden und selbst komplexe Transportnetzwerke können effizient und fehlerfrei abgewickelt werden.
Echtzeit-Kühlüberwachung auf Auftragsebene
Für temperaturgeführte Transporte bietet Transit eine lückenlose Überwachung jedes einzelnen Auftrags. Die Aufträge werden den jeweiligen Ladezonen mit Temperatursensoren zugeordnet. Dadurch entsteht eine Echtzeit-Kühlüberwachung auf Auftragsebene über die gesamte Dauer des Transports. Dies gilt auch für komplexe Transportketten mit Containern, Wechselbrücken oder mehreren Umschlagspunkten. So kann jederzeit nachvollzogen werden, welchen Temperaturbedingungen eine Sendung während des Transports tatsächlich ausgesetzt war.
Integrierte Verladeplanung für grosse Verladezentren
In grossen Verladezentren erfolgt die Planung mehrstufig:
- Das Verladesystem meldet die Aufträge mit den Soll-Mengen.
- Die Tourenplanung erfolgt und meldet dem Verladesystem die Verlade-Zeit und die Verlade-Reihenfolge pro Tour.
- Der Verlad meldet die effektiven Ist-Mengen und/oder die SSCC-Identifikationen zurück.
- Die Tourenplanung wird mit den Ist-Daten synchronisiert und die Fahrer werden informiert.
Dadurch werden Planung und operative Realität optimal miteinander verbunden.
Digitale Fahreranmeldung
Die Anmeldung im Verladezentrum erfolgt bequem per QR-Code über die Transit Mobile App. Der administrative Aufwand wird reduziert, Wartezeiten werden verkürzt und die Prozesse am Standort beschleunigt.
Autonome Verlade-Entscheidungen ohne Kontrollverlust
Die Realität hält sich selten vollständig an den ursprünglichen Plan. Aufträge fehlen, Mengen ändern sich kurzfristig oder der Platzbedarf entwickelt sich anders als erwartet. Mitarbeitende im Verlad können deshalb innerhalb definierter Rahmenbedingungen eigenständig Entscheidungen treffen und die Verladeplanung situativ optimieren. Dazu gehört beispielsweise, Aufträge aufgrund unzureichender Fahrzeugkapazitäten zurückzustellen, zusätzliche passende Aufträge vorzuziehen oder Sendungen einer Tour hinzuzufügen, die ursprünglich erst für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen waren.
Automatische Synchronisation und Information
Alle Anpassungen werden beim Verladeschluss automatisch mit der Planung und der Fahrer-App synchronisiert. Gleichzeitig erhält der Disponent vollständige Transparenz über sämtliche Änderungen und deren Begründung. Diese Kombination aus operativer Entscheidungsfreiheit und zentraler Transparenz ermöglicht schnelle Reaktionen auf die tatsächliche Situation im Verlad, ohne die Kontrolle über den Gesamtprozess zu verlieren.
Automatische Abfahrtsfreigabe
Sobald die Verladung abgeschlossen ist, wird dem Fahrer automatisch die Abfahrtsbereitschaft signalisiert. Damit entsteht ein durchgängiger digitaler Prozess von der Planung über die Verladung bis zur Abfahrt.
Fazit: Transit macht Logistik beherrschbar
Transit geht weit über die klassische Tourenplanung hinaus. Die Lösung verbindet Disposition, Verladung, Fahrzeugmanagement, Kühlüberwachung und Fahrerführung zu einem integrierten Gesamtsystem. Von der ersten Planung über die Verladung bis zur Auslieferung werden selbst komplexe Transport- und Verladeprozesse transparent, flexibel und in Echtzeit gesteuert.
Unternehmen profitieren von höherer Effizienz, besserer Planungsqualität, maximaler Transparenz und einer deutlich höheren Reaktionsfähigkeit im operativen Alltag.